Arbeitsplätze gefährdet
Insolvenzen bedrohen fast eine halbe Million Arbeitsplätze in Deutschland. Dies hat eine Analyse der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ergeben. Im vergangenen Jahr sei durch Firmenpleiten ein Schaden von 29 Milliarden Euro entstanden. Für 2009 prognostiziert die Euler Hermes Kreditversicherung fast 34.000 Unternehmensinsolvenzen.
Ausländische Konzerne und Finanzinvestoren werden in diesem Jahr etwa 12.500 Arbeitsplätze in ihren deutschen Niederlassungen abbauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung. Den höchsten Stellenabbau plane die italienische Unicredit, bei der bis zu 2.500 Stellen wegfallen sollen. Auch bei den deutschen Tochtergesellschaften der niederländischen Tedrive Holding, von Hewlett Packard oder Siemens/Fujitsu sollen zwischen 700 und 1.500 Arbeitsplätze entfallen.
Die Liste bekannter ausländischer Unternehmen, die einen Stellenabbau in Deutschland planen, ist lang. Sie reicht vom Bierbrauer Anheuser-Busch über den Stahlproduzenten Arcelor-Mittal, das Auktionshaus ebay, den Mobiltelefonhersteller Motorola bis zur Medizingerätesparte von Philips sowie den Automarken Ford und Volvo. Am Ende der Liste steht die amerikanische Fast-Food-Kaffeekette Starbucks, die 22 Arbeitsplätze in ihren deutschen Filialen streichen will.
Am meisten Arbeitsplätze wollen amerikanische Unternehmen in Deutschland abbauen - rund zwei Drittel. Mit Ausnahme von Unicredit und Bâloise aus der Schweiz sind keine weiteren Finanzdienstleister unter den Jobkillern.
